Auf dem ÖBB Nightliner von Düsseldorf nach Innsbruck

Ich fahre die kurze Strecke von Rotterdam nach Düsseldorf.

Düsseldorf erwartet mich mit einem lustigen Mix aus Starkregen und Sonnenschein. Ich besuche das Binnenschiffahrts Museum am Rhein.

An den Rheinterassen (Weisse Flotte) erstaunlich schlecht gegessen. Immerhin wirds Bier nicht alt…

Um 19:45 gehts endlich auf den Zug.

Einzel Kabine inkl. Auto und perfektem ÖBB Service für 193 €. Da kann man nicht meckern. Und im Zug gibts sogar noch ein kaltes Stiegl.

 

 

An Bord der Pride of Rotterdam nach Rotterdam

Früh aufgestanden. Sehr früh. Um 5:30 gongt es, um 6:30 Ankunft in Liverpool.

Wikipedia sagt, das Albert Pier ist sehenswert. Mit nur 1x verfahren finde ich einen Parkplatz direkt am Museumshafen. Es ist sonnig und die Museen öffnen um 10:00. Der Mix aus imperialen Prunkbauten, ultramodernen Palästen aus Glas und Beton und den alten Backstein Gebäuden des historischen Hafens ist gerade im Morgenlicht sehr reizzvoll.

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Allerdings pfeifft der Wind und ich bin froh, als ich endlich ein geöffnetes Cafe zum Frühstücken finde. Das meiste hier inkl. der Museen öffnet nämlich erst um 10.00.

Nach dem Frühstück besuche ich als erstes das Museum of Liverpool. Die Sammlung in dem ultra modernen Gebäude ist auf den ersten Blick eine verwirrende Mischung aus Früh-, Militär- und Industrie- Geschichte + Beatles, fügt sich aber zu einem äußerst gelungenem Stadt Museum zusammen. Das Maritim Museum finde ich sehr gelungen.

Die Tate Gallerie geht so, allenfalls der Roy Lichtenstein Sammlung kann ich etwas abgewinnen.

Gegen 14:00 breche ich in Richtung Hull auf und bin dort gegen 16:00 und kann dann gleich aufs Schiff.

Mit englischer Umständlichkeit wird zuerst mein Auto gefilzt (warum bei der Ausreise?) dann werde ich auf den oberen Parkplatz gelotst. Von dort auf den unteren Parkplatz und von dort zum Schiff.

Ich gönne mir ein Nachmittagsbierchen und zu Abend gibts (endlich mal) Moules Frittes.

Auf dem Schiff von Belfast nach Liverpool

Hervorragend geschlafen starte ich gleich Richtung Fähre. Die fährt heute nicht. Brummelig fahre ich die ganze Bucht fast bis Londonderry aus.
Der Grenzübertritt nach Nordirland erfolgt unauffällig. Ich wundere mich warum auf der zweispurigen Strasse 50 ist. Und mich alle Autos überholen. Alle Autos mit englischen Kennzeichen. Ah.

Nächster Stopp sind die Dark Hedges. Das ist jetzt schon der zweite Drehort von Games of Thrones in 3 Wochen. Muss ich mir vielleicht doch mal anschauen.

In Belfast gehts zum Titanic Museum. Schöne Multimedia Show. Mit am beeiendruckendsten ist aber der Gebäude selbst.

Dann mochte ich mir noch Belfast anschauen. es ist nicht ganz einfach ein Parkaus mit 2m zu finden. Und natürlich sind die Ticket Automaten auf der falschen Seite.
Belfast beeindruckt mich nicht wirklich. Ausserdem regnet es die ganze Zeit. Als ich zurück zum Parkhaus gehe, sehe ich das Titanic Museum am anderen Flußufer. Ich hätte mir die Gurkerei mit der Parkhaussuche auch sparen können…


Ich esse noch eine Kleinigkeit und fahre dann frühzeitig zum Hafen.

Dort muss ich noch eine Ewigkeit aufs Boarding warten und nutze die Gelegenheit den MP ohne Gang und Handbremse auf das Auto hinter mir rollen zu lassen. Nix passiert und der englische Skoda Fahrer lacht über mein erschrockenes Gesicht. Zur Strafe muss der MP heute draussen schlafen.

Erst in der früh fällt mir auf, wie eng die Auffahrten in der Fähre wirklich sind.

Greencastle

In der Nacht war Vollmond, davon ist in der Früh nichts mehr zu sehen. Schwere Regenwolken hängen am Himmel.
Ich fahre durch dünn besiedelte Gebiete ganz in den Norden. Auf den letzten Kilometern treffe ich wieder auf den WAW zum Fanad Head.
Leuchtturm schön und beeindruckend, allerdings hätte ich ihn gerne mit Sonne fotografiert. Die zeigt sich aber nur ein einziges Mal, nämlich als ich im Leuchtturm bin.


Ich fahre weiter nach Greencastle, nicht weil da noch ein Leuchturm steht (ok auch) sondern weil von hier eine Fähre auf die andere Seite der Bucht gehen soll. Beim Leuchtturm kann man übernachten und er zeigt sich sogar in der Abendsonne. Ich ratsche eine Weile mit einem Pärchen aus Miesbach.

Ich möchte ein letztes mal Lamb Shank essen und fahre deshalb zurück nach Greencastle. Am Hafen sind Toiletten und so ändere ich kurzfristig meine Übernachtungspläne. Dann geht im Pub auch ein zweites Bier.


Am Dienstag steppt in Greencastle der Bär, das einzige Restaurant ist geschlossen. Ich fahre zum Essen in den Nachbarort, parke dann am Hafen und geh noch ins Pup. Hier bin ich dann der einzige Gast. Na dann lese ich im Bus halt noch ein bisschen.

Muckross Head

Als der Wecker läutet, sehe ich ganz kurz die Sonne, dann regnet es aber gleich wieder. Ich frühstücke, lasss noch mein Grauwasser ab und fahren nach Donegal. Es regnet und nichts deutet darauf hin, dass es nochmal ein „Wow Tag“ werden könnte. In Donegal besichtige ich das O’Donnell Castle.

Weiter nach Killybegs. Eigentlich hatte ich überlegt hier zu Übernachten, aber hier gibts verdammt viele No Camper Schilder. Killybegs ist ein großer Fischereihafen, wo die großen Trawler ihren Fach abliefern. Die Sonne kommt raus und ich esse mit schönen Blick Fish & Chips.


Beim Essen plane ich meine letzten zwei Tage. Eigentlich würde ich gerne in Belfast übernachten, andererseits wartet ganz im Norden ein Leuchturm. Eva würde sagen: Was überlegst Du überhaupt, wenn Du es eh schon weisst. Ich fahre weiter Richtung den Klippen von Slieve League. Bei Muckross verläuft der WAW auf einer schmalen Küstenstraße immer am Meer entlang. ich folge den Hinweisschildern zum Muckros Head und bin begeistert von den der Meeresbrandung.

Nach einer Pause weiter zu den Klippen. Ich parke am Besucherparkplatz, nicht ahnend, dass es noch fast 2 km zum Aussichtspunkt sind.
Der Wind weht so stark, dass man sich dagegen stemmen muss. Zurück trampe ich.

Ich fahre wieder an den Murrock Head, lese und schaue in die Wellen. Abends gibt es Tortelini.

Ballyshannon

Sprühregen. Der Morgen beginnt mit wolkenverhangenem Himmel und Sprühregen.

Ich lass mir Zeit mit dem Frühstück, verabschiede mich kurz von den VW Bus Nachbarn und fahre nach Sligo. Es regnet immer noch, also kann ich auch was anschauen. Erst dieSligo Abbey (interessant) dann Blakes Castle (nicht so)

Dazwischen esse ich ein original Toast nach französischer Art, bin mir aber sicher, dass dieses mit Käse überbackene Dings aus jeder französischen Küche rausfliegen würde.

Am Nachmittag lege ich eine Pause in Mullagmore ein, würde hier sehr gerne bleiben, aber eine Dusche hätte schon auch was.

Dann kann ich noch bei einer Rettungsübung zuschauen.

Also weiter nach Ballyshannon und dort auf den Lakeside Camping. Der liegt wirklich schön am See, ist aber ein mit großem Abstand der teuerste Campingplatz in Irland.

Ich marschiere in die Stadt. Der Wind pfeiff eisig, so dass ich alle meine 2 Jacken anziehe. Gott sei Dank harmonieren die Jacken farblich (grün). Bei uns würde man sagen, es riecht nach Schnee.

Ich habe Schwierigkeiten ein Restaurant zu  finden und muss denn Herrn Tripadvisor (totaler Fehlschlag) und den Herrn google um Rat bitten.

google empfiehlt mir das Nirvana. Möchte statt dem ewigen Guinness mal was anderes probieren und bestelle ein Donegal Ale. das kommt in der Flasche mit einem grossen Glas mit Eiswürfel.

Zum essen bestelle ich mir Lamb Shank. Der kommt (übrigens ausgezeichnet) auf Kartoffelbrei. Dazu gibts Gemüse, einen Teller Pommes (ok) und (trara) einen Zusatzeller Kartoffelbrei. Wer soll das alles Essen?

Rechnung dauert ewig. Ich stöbere in meinen Mails und finde eine Einladung zu Flockis Irland Tagebuch.

Es regnet (Sprühregen was sonst) also schiebe ich den Heimweg noch ein bisschen auf, geh ins Pub, bestell ein Guinness(Ale Experimente erklär ich hiermit für beendet) und einen Dingle Whiskey (den wollte ich schon lange probieren) und verbringe eine vergnügliche Stunde beim Lesen von Flockis Irlandtagebuch 2014.

Camping: 29 €, alles dabei
http://lakesidecaravanandcamping.com/

Easky Beach

Nach einer regnerischen Nacht strahlt die Sonne am morgen. Ich nutze den warmen morgen um alles wieder klar Schiff im Bus zu machen. Haarwaschen geht am Waschbecken überraschend gut.

Ich trinke einen Espresso in Belmullet. Hier hätte man auch am Hafen gut stehenbleiben können.

Ich umrunde die Sruwaddacon Bay und fahre nach Port an Chloidh. Dort gibts mal wieder Klippen. Nicht so beeindruckend wie Mohar, dafür für mich alleine. Also ich und eine unglaubliche Menge Schafsscheisse. Die dazugehörigen Schafe finde ich erst später.

Ich mach noch einen Spaziergang durch die von Torfabbau geprägte Landschaft.

Weiter geht’s zum Downpatrick Head wo es mal wieder Klippen gibt. Und einen EIRE Schriftzug mit dem im zweiten Weltkrieg Flieger gewarnt wurden, daß sie jetzt das neutrale Irland überfliegen.

In Ballina mach ich Pause und kümmere mich endlich um meine Fähre von Irland nach Liverpool. Kreditkarten der Kardoffi Bank gehen ebensowenig wie Lastschrift (ahhhh) die deutsche Bank Karte geht dann.

Jetzt ist es schon spät, ich muss irgendwie schleunigst einen Üebernachtunsplatz suchen. Den finde ich Easky Beach in Glenhola direkt am Strand mit Toilette und Burg – aber auch mit einem Übernachten verboten Schild. Da aber mit mir noch ca 20 Busse dastehen und der irische VW Bus neben mir einer deutsche  Familie die in Dublin lebt gehört, mach ich mal ne Ausnahme.

Blacksod Head

Der Sturm pfeifft und rüttelt die ganze Nacht am MP und lässt mich früh aufwachen. Nach Tee und Frühstück fahre weiter Richtung Bangor wo gerade Schafmarkt ist.  Sehr lustig.

Ich überlege ob ich mir die Mullet Halbinsel sparen soll, fahre aber dann doch zum Blacksod Leuchturm. Gute Entscheidung. Die Sonne kommt raus und ich verbringe einen gemütlichen Nachmittag.

Mein Entschluss hier zu übernachten steht zwar schon fast fest, ich umrunde aber vorher die Halbinsel.

Wellen schlagen an die Küste, der Wind pfeift, manchmal Sonne und Regen gleichzeitig.

Ich übernachte am Leuchtturm und geh zu Fuß ins nahe Pub. Auf die letzten Meter erwischt mich dann doch noch Waschanlagenartiger Regen. Lieber an den Ofen setzen.

 

Gob an Choire

Ich breche früh auf und erreiche die nahe Kylemore Abbey. Ein ursprünglich als privates Schloss gebautes Kloster. der Herzog von Manchester hat das Schloss in den frühen Zwanzigern des letzten Jahrhunderts mal beim Glücksspiel verloren.

Besonders die Gewächshäuser der Gartenanlage sind wirklich beeindruckend.

Es ist gut, dass ich so früh da war, als ich aufbreche reit sich Bus an Bus. Ausserdem fängt es an zu regnen.

Ich umrunde den Fjord und fahre weiter Richtung Westport. Die Landschaft ist hier wieder wie in einer Hochebene. Karge Berge reihen sich an die Straße

Ich lasse Westport liegen und mache eine längere Pause am Strand von Mallaranny. Hier wäre ein schöner Übernachtunsplatz, leider pfeift der Wind und Regen elendiglich.

Am frühen Abend fahre ich über den Zugbrücke auf Achill Island. Ich schau mir 3 Campingplätze an. Zwei sind eher langweilig, am dritten pfeift der Wind so, dass ich kaum das Auto verlassen kann.

Schliesslich bleibe ich ich einigermasen Windgeschützt am Parkplatz der Fischerei Kooperative stehen, direkt gegenüber von einem Restaurant. Man lernt dazu …

Lettergesh

Der Wind zerrt und ruckelt am MP, als der Wind endlich aufhört, regenet es. Da es nicht mehr weit zum Meer sein kann, fahre ich los um in der nächsten Bucht zu frühstücken.
Die finde ich nach 10 km, dort wäre auch ein Campingplatz direkt am Meer gewesen (brummel)
Es schüttet so,  dass es  als ich das Dach aufmache, Regentropfen durch die Öffnungen der Fliegengitter drückt.
Ich fahre die kurze Strecke nach Clifton und bin erst mal wenige beeidruckt.
Nach einem kurzen Regenspaziergang und Einkauf beim SuperValu fahre ich weiter. Immerhin erbeute ich ein Guinness Glas for free.

Die Sky Road ab Clifton ist aber wirklich beeindruckend. Und wieder verändert sich die Landschaft. Die felsige Moorlandschaft weicht einem satten Grün mit Schafen. So stellt man sich am ehesten Irland vor.

Angesichts des Wetters möchte ich früh auf nen Campingplatz. Ich folge der Empfehlung des Führers und geht auf den http://connemaracamping.com/
10,50 €

Ich bin der einzigste Gast und kann mir meinen – zugegebenermaßen exklusiven – Stellplatz selbst raussuchen.

Ich mache noch einen Spaziergang und entscheide mich spontan doch in den Pub zu gehen, obwohl der sportliche 4,9 km entfernst ist. Gute Entscheidung.